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Daniel Krenzer
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Daniel Krenzer2025-12-17 09:19:562025-12-17 09:19:56„Frohes neues Jahr“ für die Elektromobilität dank neuer RahmenbedingungenDaun-Nerdlen, 17. Dezember 2025 – Mit dem Jahr 2026 tritt in Deutschland ein umfassendes Maßnahmenpaket in Kraft, das regulatorische Vorgaben der Europäischen Union mit nationalen Förder- und Entlastungsinstrumenten verbindet. Ziel ist es, Elektromobilität in allen Segmenten – vom Pkw über Nutzfahrzeuge bis hin zur Ladeinfrastruktur – wirtschaftlich attraktiver, technisch interoperabler und langfristig planbar zu machen. Zentrale Bausteine sind die Alternative Fuels Infrastructure Regulation (AFIR), die verpflichtende Umsetzung der ISO-Normen 15118-2 und 15118-20, die Verlängerung der Mautbefreiung für batterieelektrische Lkw, die Weiterentwicklung des Masterplans Ladeinfrastruktur (MiSpeL) sowie neue Förderansätze für Fahrzeuge und Infrastruktur.
AFIR: Einheitliche Regeln für Ladeinfrastruktur und Daten ab 2026
Mit der AFIR werden europaweit verbindliche Vorgaben für Aufbau, Betrieb und Transparenz öffentlicher Ladeinfrastruktur wirksam. Ab 2026 sind Betreiber verpflichtet, standardisierte, aktuelle und interoperable Daten zu Ladepunkten bereitzustellen. Dazu zählen Informationen zu Standort, Verfügbarkeit, Ladeleistung, Steckertypen und Preisen.
Besonders relevant ist dabei die Umsetzung der neuen ISO-Normen 15188-2 und später 15118-20, die vor allem dem in der Branche heiß herbeigesehnten bidirektionalen Laden den Weg ebnen. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Verpflichtung zur Bereitstellung der Daten im DATEX-II-Format, was die Grundlage für einheitliche Nutzerinformationen, Navigationsdienste und Backend-Systeme in ganz Europa schafft. Für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet dies mehr Transparenz, Vergleichbarkeit und Planungssicherheit beim Laden – insbesondere im grenzüberschreitenden Verkehr.
ISO 15118-2 und ISO 15118-20: Digitale Basis für intelligentes und automatisiertes Laden
Als Bestandteil der AFIR werden ab 2026 verbindliche Anforderungen an die Fahrzeug-Ladepunkt-Kommunikation umgesetzt. Die ISO-Norm 15118-2 wird ab Januar für neu errichtete oder wesentlich modernisierte öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur verpflichtend. Der Standard ermöglicht eine sichere digitale Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladepunkt und bildet die technische Grundlage für automatisierte Ladevorgänge und künftige Plug-&-Charge-Anwendungen, also die automatische Fahrzeugerkennung und Abrechnung.
ISO 15118-20 folgt ab 2027 und erweitert die bisherigen Funktionen deutlich. Dazu zählen insbesondere bidirektionales Laden (Vehicle-to-Grid, Vehicle-to-Home), verbesserte Authentifizierungs- und Sicherheitsmechanismen sowie die Vorbereitung auf dynamische Stromtarife und netzdienliches Laden. In 2026 installierte Ladestationen müssen hierfür bereits mindestens vorbereitet sein. Damit wird Ladeinfrastruktur künftig nicht nur leistungsfähiger, sondern auch zu einem aktiven Bestandteil des Energiesystems. „Die Elektromobilität ist für ein stabiles Stromnetz kein Risiko, sondern ganz im Gegenteil eine große Chance, sagt Markus Häp, Geschäftsführer der Hymes Energy GmbH.
Verlängerung der Mautbefreiung für E-Lkw
Ein weiteres zentrales Signal setzt die verlängerte Mautbefreiung für batterieelektrische Lkw. Die Maßnahme reduziert die Betriebskosten emissionsfreier Nutzfahrzeuge deutlich und bleibt damit ein entscheidender Hebel für die Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs.
Gerade im Zusammenspiel mit steigenden CO₂-Kosten im konventionellen Verkehr verbessert die Mautbefreiung die Total Cost of Ownership (TCO) von E-Lkw spürbar. Für Logistikunternehmen schafft dies Planungssicherheit und beschleunigt Investitionen in elektrische Flotten und Ladeinfrastruktur an Depots und Logistikstandorten.
MiSpeL: Masterplan Ladeinfrastruktur als strategischer Rahmen
Der Masterplan Ladeinfrastruktur (MiSpeL) bleibt auch 2026 ein zentrales Steuerungsinstrument der Bundesregierung. Er koordiniert den bedarfsgerechten Ausbau der Ladeinfrastruktur entlang von Verkehrsachsen, in urbanen Räumen sowie in ländlichen Regionen.
MiSpeL verzahnt dabei regulatorische Vorgaben wie AFIR mit Förderprogrammen, Flächenbereitstellung und digitalen Planungsinstrumenten. Ziel ist es, Ladeinfrastruktur dort zu errichten, wo sie tatsächlich benötigt wird – sowohl für den Individualverkehr als auch für gewerbliche Flotten und den Schwerlastverkehr.
Geplante Förderungen ab 2026
Ergänzend zu den regulatorischen Vorgaben sind für 2026 weitere gezielte Fördermaßnahmen für Elektromobilität vorgesehen. Diese sollen insbesondere den Hochlauf von emissionsfreien Pkw, Nutzfahrzeugen und Bussen unterstützen, den Aufbau von privater, halböffentlicher und gewerblicher Ladeinfrastruktur beschleunigen sowie die Integration von Ladeinfrastruktur in Unternehmen, Wohnungswirtschaft und kommunale Flotten erleichtern.
Der Fokus verlagert sich dabei zunehmend von pauschalen Kaufanreizen hin zu investitions- und nutzungsnahen Fördermodellen, die Markthochlauf, Netzverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit miteinander verbinden.
Bedeutung für die E-Mobilität in Deutschland
In der Summe entsteht ab 2026 ein neuer Ordnungsrahmen für Elektromobilität in Deutschland: technisch standardisiert, europäisch harmonisiert und wirtschaftlich zunehmend eigenständig. Die Kombination aus AFIR, ISO-Standards, Mautanreizen, MiSpeL und gezielten Förderungen stärkt sowohl die Nutzerfreundlichkeit als auch die Investitionssicherheit für Industrie, Kommunen und Betreiber.
„Die regulatorischen und finanziellen Weichenstellungen ab 2026 markieren den Übergang von der Anschubphase in den skalierenden Massenmarkt der Elektromobilität“, ist Markus Häp überzeugt. Elektromobilität wird damit nicht länger Ausnahme oder Förderprojekt, sondern integraler Bestandteil von Verkehrs-, Energie- und Industriepolitik. Die Hymes Energy GmbH freut sich darauf, als Planer und Umsetzer von Ladeinfrastrukturprojekten seine Kunden auf diesem Weg in eine elektrische Zukunft zu begleiten.


















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